3.800,00 €
Das Kunstwerk besteht aus zwei bespannten Leinwänden, deren Kanten nicht bemalt sind. Jede Leinwand ist auf einen stabilen Holzrahmen aufgezogen und 70 cm hoch, 50 cm breit und drei Zentimeter tief. Das linke Bild ist auf der Vorderseite signiert. Beide Einzelbilder sind auf der Rückseite beschriftet. Das Gesamtwerk wird ohne Rahmung, zum Aufhängen verkauft.
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Sieht so die Angst und Verzweiflung aus? Der Sturz eines gefallenen Engels, umgeben von kleineren, dämonischen Figuren. Eine dramatische Szene mit einem intensiven Farbspektrum aus tiefen Rot- und Blautönen, die die chaotische Atmosphäre unterstreichen.
Willi de Vries strebt danach, das Alltägliche neu zu sehen und ihm durch kreative Transformationen tiefere Bedeutung zu verleihen. Aus der realen Welt schöpfend entwickelt er eine visuelle Sprache, die gewohnte Rahmen sprengt und das Publikum zu einer neuen Wahrnehmung der Welt einlädt.
Sein Fokus liegt darauf, die visuellen Komplexitäten von Figuren in bewusst vage gehaltenen Szenarien zu erforschen und festzuhalten. Dabei möchte er sowohl Stärken als auch Verletzlichkeit sichtbar machen und traditionelle, heteronormative Vorstellungen von Männlichkeit, Weiblichkeit und Schönheit hinterfragen. Durch diese Verbindung von Transformation, Beobachtung und kritischem Blick entsteht eine Bildsprache, die sowohl persönliche wie gesellschaftliche Themen anspricht und das Publikum einlädt, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen.
Willi de Vries verortet seine Malerei in einem erweiterten Verständnis von Realismus, der über die reine Abbildung des Sichtbaren hinausgeht. Zwar strebt er eine detailgetreue, technisch präzise Darstellung der Wirklichkeit an, zugleich fließt jedoch ein subjektiver, imaginierter Blick in seine Bilder ein. Aus dieser Spannung zwischen beobachteter Realität und innerer Vorstellung entwickelt sich eine eigenständige malerische Haltung.
De Vries‘ künstlerischer Ansatz basiert auf einer intensiven Auseinandersetzung mit historischen Malverfahren und deren handwerklicher Präzision. Dabei greift er bewusst auf überlieferte Verfahren zurück und orientiert sich an den Techniken der Alten Meister, insbesondere an der differenzierten Öl- und Temperamalerei. Diese historischen Methoden adaptiert und interpretiert er jedoch nicht rein reproduzierend, sondern überführt sie in einen zeitgenössischen Kontext. Durch die Verbindung sorgfältiger handwerklicher Ausführung mit modernen Bildauffassungen entsteht eine spannungsreiche Synthese aus Tradition und Gegenwart. Auf diese Weise gelingt es ihm, die ästhetische Tiefe und technische Raffinesse vergangener Epochen mit aktuellen künstlerischen Fragestellungen zu vereinen und neu erfahrbar zu machen.
Webseite des Künstlers www.willidevries.de






